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Stadt ehrt verdienstvolle Bürger

Regine Schreier erhält Ehrennadel „Schwarzenberger Edelweiß“

 

Seit 2006 vergibt Schwarzenberg das aus 925er-Sterling-Silber gestaltete "Edelweiß" an Menschen, die sich für die Stadt und ihre Bewohner in besonderer Weise engagieren. Mitte Oktober schlägt Stadtrat Axel Blechschmidt seiner Fraktion “Die Linke” vor, 2015 Regine Schreier, wegen ihrer langjährigen Tätigkeit im Sport, für diese Ehrung zu nominieren. Die Fraktion brachte dann geschlossen den Antrag im Stadtrat zur “Verleihung des Schwarzenberger Edelweises” ein. Am 30.10.2015 wurde dieser Antrag dann beschlossen.
Den festlichen Rahmen für die  Verleihung 2015 lieferte der Ratskeller, in der die letzte Stadtratssitzung des Jahres stattfand.

 

 

 

 

Die Laudatio für Regine hielt Eberhard Grünert, langjähriger Freund des SAV und Geschäftsführer seines Hauptsponsors Turck-Beierfeld:

 

 

Laudatio anläßlich der Verleihung der Ehrennadel „Schwarzenberger Edelweiß“ an Regine Schreier

Sie wurde 1949 geboren und hatte schon als junges Mädchen einen Traum.
Sie liebte zunächst das Turnen.

Bereits mit 16 … 17 Jahren, möglicherweise schon früher, wollte sie – man kann es kaum glauben– zum Zirkus.
Das hat leider nicht geklappt, also gründete sie schon 1967, vor 48 Jahren, in Grünhain einen Sportakrobatikverein. Zu Beginn waren Sie, glaube ich, zu Fünft  und Regine übernahm von Anfang an das Regime und leitete diesen Verein.  Als Sportakrobatin war sie im Mixed 3 x DDR-Vize-Meisterin sowie 1 x Dritte als Paar.

1975, nachdem sie ihren Karl-Heinz kennengelernt hatte, gelang es ihr, auch ihn von der Sportakrobatik zu begeistern. Das ist bemerkenswert, denn immerhin war er eigentlich Biathlet und Tischtennisspieler und hatte zunächst überhaupt keine Beziehung zur Sportakrobatik.
Aber seiner Regine zuliebe stürzte er sich in dieses Wagnis, und das mit beachtlichem Erfolg. Nicht nur daß Karl-Heinz ab 1976 die Leitung des Vereins übernahm, gemeinsam mit Sohn Erik errang er  Siege in vielen Wettkämpfen, Höhepunkt waren 5 DDR-Meistertitel zwischen 1982 und 1985.

Der Verein war und ist Regines Ein und Alles. Seit fast 5 Jahrzehnten leitet sie mindestens 4 x wöchentlich das Training, nimmt an nationalen und internationalen Wettkämpfen und Auftritten in großer Zahl das Jahr über teil, entwirft Choreographien, wählt Musik aus, kreiert neue Kostüme und Sportbekleidung. Sie kämpft um Unterstützung und Akzeptanz und organisiert oft bis in die kleinsten Details.

Vor allem aber ist sie der Kopf, Respektsperson, Vorbild, Motor für Ihren Verein und – das ist eigentlich das Wertvollste -  weckt für viele, viele junge Menschen Begeisterung am Sport, an dieser nicht nur anspruchsvollen sondern auch sehr anmutigen und attraktiven Sportart. Mehr noch, sie leistet einen ganz bedeutenden Beitrag indem sie jungen Menschen solche Tugenden wie Disziplin, Beharrlichkeit aber auch Teamgeist und Fairness  vermittelt und trägt damit wesentlich zur Entwicklung wertvoller Persönlichkeiten bei.

Daß es ihr dabei stets gelungen ist und bis heute Jahr für Jahr aufs Neue gelingt, neben dem Breitensport auch Nachwuchs in die Leistungsspitze zu führen, mutet fast unglaublich an. Als ein Beispiel unter den vielen Erfolgen und Titeln soll hier nur die sehr erfolgreiche Zeit von Tochter Nicole gemeinsam mit Jeanette Hofer in den Jahren 1988 bis ca. 2000 erwähnt werden, wo es schließlich im Kader der Nationalmannschaft beinahe zu einer WM-Teilnahme gereicht hätte.
Insgesamt zeigt die Bilanz des SAV bis heute 14 DDR- und 7 deutsche Meistertitel.

Auf Grund ihrer Erfolge, ihrer Aktivität, ihres Durchsetzungsvermögens und vor allem ihrer fachlichen und sportpädagogischen Kompetenz und Erfahrung ist Regine Schreier in der deutschen und internationalen Sportakrobatik hoch geschätzt und anerkannt.

Es ist mir nicht gelungen, die Anzahl der Sportlerinnen und Sportler, die in den vielen Jahren durch ihre Hände gegangen sind, exakt zu ermitteln. Aber unterstellt man einmal eine durchschnittliche Anzahl von 60 … 70 aktiven Sportlern und eine mittlere Verweildauer von 6 … 7 Jahren, so ist eine Gesamtzahl von ca. 500 Mädchen und Jungen vorstellbar.

Ich habe in meinem Kalender geblättert und herausgefunden, daß wir, Karlheinz, Regine und ich, unsere erste Begegnung am 14. Juni 1995 bei uns im Unternehmen hatten.
Wie viele andere wurden auch wir nach 1990 von vielen Seiten bestürmt, uns finanziell unterstützend in Sport, Kultur und anderen gesellschaftlichen Bereichen zu engagieren.
„Sponsoring“ hieß das neue Zauberwort.
Es war für uns von vornherein klar, daß auch wir  gesellschaftliche Verantwortung tragen werden, und so überlegten wir geraume Zeit, was wohl das Richtige sein könnte.

Der Sportakrobatikverein war das Besondere, das Außergewöhnliche, das abseits vom Mainstream liegende und daher reizvoll.
Von Beginn an hat uns das große persönliche Engagement der Schreiers und der hohe gesellschaftliche Wert ihres Wirkens für diesen Verein überzeugt und begeistert. Neben leistungs-
sportlichen Aspekten  seien auch die vielen Auftritte im Rahmen von kulturellen, gesellschaftlichen und betrieblichen Höhepunkten , u.a. auch die Stadtfeste hier in Schwarzenberg, erwähnt .
Seit 20 Jahren bereichert der SAV Betriebsfeste, Jubiläen,  3 Neubaueinweihungen und vieles mehr, auch in unserem Unternehmen.

Wenn wir als Unternehmen  auf unsere über 25jährige Entwicklung zurückblicken und uns fragen, welche von den getroffenen Entscheidungen wohl richtig waren, dann gehört die, das Haupt-Sponsoring für den SAV zu übernehmen und damit das große Engagement von Regine Schreier zu unterstützen,  mit zu den allerbesten.

Die Sportakrobatik war und ist für Regine Schreier Arbeit und Hobby, Pflicht und Kür gleichermaßen.
Sie lebte und lebt ihren Traum vollständig. Sie machte und macht etwas ganz oder gar nicht.
Sie und auch Karl-Heinz haben dabei sogar die Grenzen der Gesundheit überschritten.

Wir verneigen uns vor dieser wunderbaren, kleinen – großen Frau, die uns mit ihrem  jugendlichen Elan, ihrem Charme, ihrem großen Sachverstand sowie ihrer Zielstrebigkeit und Erfolgsorientiertheit bis heute begeistert und mitreißt.
 

 

In Anschluß überreichte unsere Oberbürgermeisterin Urkunde und Ehrennadel.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Abschluß folgte noch der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Schwarzenberg.

 

 

 

Ich möchte mich herzlichst bei der Stadt Schwarzenberg für die hohe Auszeichnung und Anerkennung bedanken. Danke auch an die Abgeordneten der Stadt, welche mich dafür vorschlugen.

Danke an meinem Mann Karl- Heinz, meine  Kinder Michael, Erik und Nicole die mich zu dieser niveauvollen Veranstaltung begleiteten und den Abend im Ratskeller zu einem unvergesslichen Tag werden ließen.

Ein besonderes Dankeschön an dem Geschäftsführer von Turck Beierfeld, Herrn Eberhard Grünert  für seine tollen Worte und zu Herzen gehenden Lobrede.

Danke auch an meine lieben Sportakrobatinnen, welche meine Ideen und Anregungen  durch fleißige Trainingsarbeit in die Tat umsetzen.

Nicht zuletzt möchte ich mich bei unseren Gastchoreografen vom SC Hoyerswerda  und Berlin, den Honorartrainern von SC Riesa, Dresdner SC und SC Hoyerswerda sowie unseren engagierten Eltern bedanken, welche durch ihre Ideen und ihr Engagement  mithelfen, dass unser Verein das ist, was er heute darstellt, ein moderner Verein, welcher den Breiten- und Leistungssport fördert.

Regine Schreier

 

 

 

 

 

Pressemeldung:

 

 

 

 

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